Stolpersteine

zurück zur Hauptseite

 

    ARBEIT UND LEBEN Sachsen-Anhalt e.V.
    Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V.
    Beeindruckendes Dokument zum nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma
    Am Freitag (13.12.) schloss in Merseburg im „Schloßgartensalon“ die gleichnamige Ausstellung des Kultur- und Dokumentationszentrums Heidelberg. Die Exposition beschäftigte sich mit dem Völkermord an etwa 500.0000 Personen dieser ethnischen Minderheit in der Zeit des Nationalsozialismus.
    Auf Initiative von ARBEIT UND LEBEN, der Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis wurde diese Wanderausstellung nach Merseburg geholt. Vor allem auch zum Gedenken an die ermordeten Merseburger Bürger aus der Gruppe der Sinti und Roma soll sie die Besucherinnen und Besucher aufklären. In Merseburg wurde zum Andenken an die Merseburger Opfer eine Erinnerungsstele im Bereich der Neumarktkirche gesetzt. Durch Vandalismus wurde dieser Erinnerungsort dreimal beschädigt. Im Zusammenhang mit der Neusetzung der Stele entstand die Idee, die Kultur und das Schicksal dieser Minderheit der regionalen Öffentlichkeit nahezubringen. In der Zeit vom 12.11. bis 13.12.2010 war sie für interessierte Einzelbesucher und Gruppen geöffnet.

    Möglich wurde dieser kulturpolitische Höhepunkt durch die ideelle und finanzielle Unterstützung der Landeszentrale für Politische Bildung, des DGB Sachsen-Anhalt, der IGBCE Ortsgruppe Merseburg, der Stadtverwaltung Merseburg und der Saalesparkasse.

    Besonderer Dank gilt dem Kultur- und Dokumentationszentrums Heidelberg für die Verhandlungen, den Aufbau und die fachliche Beratung und Begleitung. Die Eröffnung nahmen der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma Herr Romani Rose und die Bürgermeisterin der Stadt Merseburg, Frau Dr. Kaaden, gemeinsam vor.

    Trotz schlechter Witterungsbedingungen fällt die Bilanz positiv aus. Besonderes Interesse fand die Ausstellung bei den Schulen. Zwölf Schülergruppen nutzten die Gelegenheit eines geführten Besuches. In Erinnerung an den Nationalsozialistischen Holocaust auch gegenüber den Sinti und Roma treffen sich am 16.12.2010 (16:30 Uhr) demokratische Kräfte der Stadt zu einer Gedenkveranstaltung an der Stele am Neumarkt.

    Die Initiatoren